Neuer Kita-Sozialindex: Rhein-Erft-Kreis schneidet deutlich besser ab als der Landesschnitt
Der neue Kita-Sozialindex des Landes Nordrhein-Westfalen zeigt, wo Kindertageseinrichtungen aufgrund ihrer sozialen Rahmenbedingungen einen besonderen Unterstützungsbedarf haben. Die Auswertung für den Rhein-Erft-Kreis fällt positiv aus: Keine der 297 im Kreis bewerteten Kitas erreicht die beiden höchsten, also negativsten Indexstufen 8 und 9. Landesweit sind es dagegen fast acht Prozent der über 10.000 Einrichtungen.
Die CDU-Landtagsabgeordneten Romina Plonsker, Gregor Golland und Thomas Okos begrüßen die Ergebnisse: „Das ist eine erfreuliche Nachricht für den Rhein-Erft-Kreis. Der Kita-Sozialindex hilft, Unterstützungsbedarfe besser zu erkennen und Förderung noch gezielter einzusetzen. Unser Ziel bleibt, allen Kindern bestmögliche Bildungs- und Entwicklungschancen zu ermöglichen.“
Der durchschnittliche Indexwert liegt im Rhein-Erft-Kreis ebenfalls mit 2,8 deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 3,5. Dies liegt auch daran, dass im Kreis mehr als jede zweite Kita den beiden besten Indexstufen 1 und 2 zugeordnet wird, landesweit sind es unter 44 Prozent. Wichtig ist dabei: Der Index bewertet nicht die Qualität einer Kita. Er bildet soziale Rahmenbedingungen ab und soll dabei helfen, Unterstützungsbedarfe besser einzuschätzen.
Die prozentualen Werte, wie viele der jeweiligen Kitas in welchen Index fallen, sehen wie folgt aus (Abweichungen von 100 Prozent sind rundungsbedingt):
| Ort | Index 1 | Index 2 | Index 3 | Index 4 | Index 5 | Index 6 | Index 7 | Index 8 | Index 9 | Mittelwert |
| Bedburg | 17% | 50% | 17% | 11% | 6% | 0% | 0% | 0% | 0% | 2,4 |
| Bergheim | 14% | 14% | 26% | 23% | 9% | 5% | 9% | 0% | 0% | 3,5 |
| Brühl | 24% | 31% | 10% | 24% | 10% | 0% | 0% | 0% | 0% | 2,7 |
| Elsdorf | 0% | 58% | 25% | 17% | 0% | 0% | 0% | 0% | 0% | 2,6 |
| Erftstadt | 38% | 50% | 6% | 6% | 0% | 0% | 0% | 0% | 0% | 1,8 |
| Frechen | 17% | 27% | 23% | 13% | 10% | 10% | 0% | 0% | 0% | 3,0 |
| Hürth | 12% | 26% | 41% | 15% | 6% | 0% | 0% | 0% | 0% | 2,8 |
| Kerpen | 13% | 36% | 21% | 23% | 3% | 5% | 0% | 0% | 0% | 2,8 |
| Pulheim | 24% | 55% | 12% | 6% | 3% | 0% | 0% | 0% | 0% | 2,1 |
| Wesseling | 12% | 8% | 20% | 20% | 24% | 16% | 0% | 0% | 0% | 3,8 |
| REK | 18% | 33% | 20% | 16% | 7% | 4% | 1% | 0% | 0% | 2,8 |
| NRW | 20% | 23% | 16% | 12% | 9% | 7% | 5% | 3% | 5% | 3,5 |
Die CDU-Landtagsfraktion setzt sich weiterhin für eine noch stärkere frühkindliche Bildung ein. So sieht der Landeshaushalt 2026 rund 6,2 Milliarden Euro für frühkindliche Bildung vor. Durch die dauerhafte Verankerung des Kita-Helfer-Programms ins KiBiz kann sich jede Einrichtung auf eine Förderung von 16.200 Euro pro Kitajahr verlassen. Durch den deutlichen Aufwuchs von fast 15.000 Euro pro plusKita auf 52.875 Euro fließen rund 46 Millionen Euro mehr in die alltagsintegrierte Sprachförderung. Ab 2028 fließen jährlich rund 65 Millionen Euro extra an die Träger, um Tarifsteigerungen und gestiegene Personalkosten schneller auszugleichen.
„Mit einer verlässlichen Finanzierung und gezielter Förderung stärken wir Kitas, Beschäftigte, Familien und vor allem die Kinder. Die positiven Ergebnisse im Rhein-Erft-Kreis sind eine gute Ausgangslage für die frühkindliche Bildung in unserem Kreis. Gleichzeitig müssen wir weiter daran arbeiten, allen Kindern unabhängig von ihren Startbedingungen faire Chancen zu eröffnen“, so Plonsker, Golland und Okos abschließend.
Weitere Informationen erhältlich unter:
https://www.mkjfgfi.nrw/kita-sozialindex