Nach Unternehmensbesuch: Romina Plonsker begrüßt Millionen-Förderung für Elsdorfer Produktionsstätte
Die BIOWEG GmbH erhält rund 10,3 Millionen Euro für den Bau einer innovativen Produktionsstätte in Elsdorf. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Förderwettbewerbs „Produktives.NRW“ aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027. CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker, die den zukünftigen Standort im Februar dieses Jahres besucht hatte, begrüßt die Förderentscheidung als wichtigen Schritt für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Elsdorf und das Rheinische Revier.
„Die Förderung von Bioweg ist ein starkes Signal für Elsdorf und den gesamten Rhein-Erft-Kreis. Was ich im Februar bei meinem Besuch noch als vielversprechendes Zukunftsprojekt kennengelernt habe, kann nun konkret werden: In Elsdorf entsteht eine hochinnovative Produktionsstätte mit europäischer Strahlkraft“, erklärt Romina Plonsker zu Europas größter Produktionsanlage für bakterielle Zellulose.
Im Rahmen des Projekts BIOWASP plant die BIOWEG GmbH die Herstellung sogenannter modifizierter bakterieller Cellulose. Mit Hilfe biotechnologischer Verfahren sollen daraus biobasierte und biologisch abbaubare Materialien entstehen, die fossiles Mikroplastik in Kosmetik- und Reinigungsprodukten ersetzen können. Nach Angaben des Landes sollen mit der neuen Anlage erstmals signifikante Mengen für den europäischen Markt produziert werden.
„Mich freut besonders, dass hier Innovation, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Entwicklung zusammenkommen. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie der Strukturwandel im Rheinischen Revier aussehen kann: Aus einer innovativen Idee entsteht industrielle Wertschöpfung, es werden neue Arbeitsplätze geschaffen und gleichzeitig werden fossile Rohstoffe und Mikroplastik vermieden“, so Plonsker weiter.
Bereits bei ihrem Besuch der geplanten Produktionsanlage im Februar hatte die Landtagsabgeordnete gemeinsam mit BIOWEG-CEO Dr. Prateek Mahalwar die Bedeutung des Vorhabens für die Region hervorgehoben. Damals stand die geplante Unterstützung durch EU-Mittel und eine Ko-Finanzierung des Landes noch im Mittelpunkt. Die nun erteilte Förderzusage des Landes schafft die Grundlage für die Realisierung der Produktionsstätte.
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Einbindung in den bestehenden Industriestandort auf dem Gelände von Pfeifer & Langen. Vorgesehen ist, vorhandene Synergien zu nutzen, unter anderem industrielle Abfallströme als Rohstoffe sowie Abwärme und erneuerbare Energie. Damit verbindet das Vorhaben die Ansätze einer modernen Kreislaufwirtschaft mit einer zukunftsorientierten industriellen Produktion.
„Genau solche Projekte brauchen wir im Rheinischen Revier. Der Strukturwandel ist dann erfolgreich, wenn er neue Perspektiven vor Ort schafft, von denen die Kommunen, Unternehmen und Menschen profitieren“, betont Plonsker.
„Elsdorf wird damit zu einem wichtigen Standort für biobasierte Materialien. Ich freue mich, dass wir die Entwicklung dieses Projekts begleiten konnten und jetzt sehen, dass aus der Vision Realität wird. Das ist eine gute Nachricht für Elsdorf, für den Rhein-Erft-Kreis und für das gesamte Rheinische Revier“, erklärt Plonsker als Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtags und im Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier.