Städten im Rhein-Erft-Kreis winkt 2027 mehr Geld für Schule, Bildung und Sport
Die Städte im Rhein-Erft-Kreis können im kommenden Jahr mit höheren Pauschalen für Schule und Bildung sowie für den Sport rechnen. Insgesamt sollen dafür Zuschüsse von rund 21,7 Millionen Euro fließen, knapp 1,1 Millionen Euro mehr als 2026. Das teilen die CDU-Landtagsabgeordneten für den Kreis, Thomas Okos, Romina Plonsker und Gregor Golland, mit.
Die Zahlen gehen aus der gemeinsamen Arbeitskreisrechnung der Landesregierung und der kommunalen Spitzenverbände hervor, die auf dem Eckpunktebeschluss zum Entwurf des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GFG) 2027 beruht. Hintergrund sind die Einnahmeerwartungen des Landes nach der Mai-Steuerschätzung 2026. Für die endgültige Berechnung des GFG 2027, also für die finalen Gesamtzuweisungen an die Kommunen, ist das Ist-Aufkommen der maßgeblichen Verbundsteuern im Zeitraum vom 1. Oktober 2025 bis zum 30. September 2026 entscheidend. Die Gesamtzuweisungen werden somit voraussichtlich im Oktober feststehen.
„Was man jetzt schon sagen kann, ist, dass die Landesregierung unsere Kommunen weiter nach Kräften unterstützt“, betonen Plonsker, Golland und Okos. „Wir wissen um die schwierige finanzielle Lage der Städte und dass der bange Blick stets auf das nächste Haushaltsjahr gerichtet ist. Mit den erhöhten Pauschalen kann die finanzielle Bewältigung der alltäglichen Aufgaben ein wenig erleichtert werden, weil sie der Behebung von Investitions- und Sanierungsstaus dienen sollen. Funktionierende Schulen und Kitas sind essenziell für unsere Gesellschaft und nutzbare Sportstätten fördern Bewegung und Gemeinschaft.“
Die Städte im Rhein-Erft-Kreis können als Zuschuss für Schule und Bildung insgesamt voraussichtlich mit 19.722.146,44 Euro rechnen, das ist knapp eine Million Euro (979.331,77 Euro) mehr als 2026. Die Kreisverwaltung erhält zudem 3.334.919,67 Euro, ein Plus von rund 145.000 Euro.
| Kommune | Schul- und Bildungspauschale 2026 (Euro) | Schul- und Bildungspauschale 2027 (Euro) | Veränderung (Euro) |
| Bedburg | 1.122.276,83 | 1.191.769,84 | 69.493,01 |
| Bergheim | 2.659.234,37 | 2.794.629,79 | 135.395,42 |
| Brühl | 1.679.456,92 | 1.781.390,52 | 101.933,6 |
| Elsdorf | 672.159,75 | 711.381,67 | 39.221,92 |
| Erftstadt | 1.798.583,39 | 1.885.533,36 | 86.949,97 |
| Frechen | 1.729.972,58 | 1.813.886,22 | 83.913,64 |
| Hürth | 2.655.464,55 | 2.809.115,83 | 153.651,28 |
| Kerpen | 2.775.344,98 | 2.944.579,81 | 169.234,83 |
| Pulheim | 2.464.711,42 | 2.580.471,42 | 115.760,00 |
| Wesseling | 1.185.609,88 | 1.209.387,98 | 23.778,10 |
| Rhein-Erft-Kreis, Kreisverwaltung | 3.189.648,72 | 3.334.919,67 | 145.270,95 |
Für den Sport können laut der Arbeitskreisrechnung 2.019.730,09 Euro an die zehn Rhein-Erft-Kommunen fließen. Das sind 88.783,92 Euro mehr als 2026.
| Kommune | Sportpauschale 2026 (Euro) | Sportpauschale 2027 (Euro) | Veränderung (Euro) |
| Bedburg | 102.270,00 | 106.764,54 | 4.494,54 |
| Bergheim | 248.892,28 | 262.468,82 | 13.576,54 |
| Brühl | 184.030,25 | 193.340,79 | 9.310,54 |
| Elsdorf | 86.547,34 | 90.137,90 | 3.590,56 |
| Erftstadt | 197.026,09 | 206.346,50 | 9.320,41 |
| Frechen | 211.314,64 | 219.911,23 | 8.596,59 |
| Hürth | 251.110,10 | 261.435,48 | 10.325,38 |
| Kerpen | 268.985,94 | 281.107,08 | 12.121,14 |
| Pulheim | 226.831,28 | 237.071,48 | 10.240,20 |
| Wesseling | 153.938,25 | 161.146,27 | 7.208,02 |
„Unsere Kommunen stehen täglich vor enormen Herausforderungen, damit Kitas und Schulen geöffnet bleiben, Straßen instandgesetzt und Sportstätten genutzt werden können“, erklären die drei Landtagsabgeordneten. „Das Land setzt seinen solidarischen Kurs auch in diesem Jahr weiter fort.“
Die Christdemokraten weisen zudem darauf hin, dass die Landesregierung vor kurzem beschlossen hat, den Verbundsatz im GFG ab 2027 um 0,5 Prozentpunkte auf 23,5 Prozent anzuheben. „Dies ist das erste Mal seit mehr als 50 Jahren, dass eine solche Anhebung stattfindet, und es ist ein deutliches Signal zur Stärkung unserer Kommunen.
Langfristig werden sich zudem die Investitionen aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur, die Garantie der GFG-Investitionspauschalen noch für weitere elf Jahre und die Altschuldenlösung positiv auf die kommunalen Haushalte auswirken.