Romina Plonsker: „Die Familien im Rhein-Erft-Kreis brauchen keine starren Vorschriften, sie brauchen Verlässlichkeit“

Regierungsfraktionen werden Änderungsantrag zum Kinderbildungsgesetz (KiBiz) einbringen

Nach einem vertrauensvollen Dialog mit Eltern, kommunalen Spitzenverbänden, Trägern der Kirchen und Freier Wohlfahrtspflege sowie den Gewerkschaften und der Kindertagespflege hat das Land die Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) nochmal angepackt und plant Veränderungen in fünf wesentlichen Punkten. Die CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker betont, dass so noch mehr Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit, Stabilität und Verlässlichkeit ins Kita-System gebracht wird. Nachdem Familienministerin Verena Schäffer die Änderungsvorschläge am Mittwoch vorgestellt hat, werden die Korrekturen von den schwarz-grünen Regierungsfraktionen als Änderungsantrag ins Parlament eingebracht.

Romina Plonsker: „Die Familien im Rhein-Erft-Kreis brauchen keine starren Vorschriften, sie brauchen Verlässlichkeit. Die gestern vorgestellten Anpassungen am KiBiz sind deshalb ein starkes Signal für unsere Kitas, für die Eltern, für die Träger und für die Beschäftigten, die jeden Tag Großartiges leisten.“

Einen zentralen Schritt für mehr Verlässlichkeit gibt es bei den Gruppengrößen: Eine Überschreitung um maximal zwei Kinder ist weiter möglich – genug Personal soll vorgehalten werden. Außerdem können zusätzlich bis zu zwei weitere Kinder in einer Gruppe aufgenommen werden – befristet auf maximal 6 Wochen pro Jahr, um kurzfristige Schließungen zu vermeiden. Dazu erklärt Plonsker: „Gerade in kleineren Kitas ist das entscheidend, denn es verhindert unnötige Härten im Alltag. Es ist doch besser, wenn für ein paar Tage zwei Kinder mehr in einer Gruppe betreut werden dürfen, als dass Familien plötzlich gezwungen sind, ihre Kinder in Ausnahmesituationen wie bei Zuzügen oder Krankheiten zum Beispiel in eine Kita in einer Nachbarkommune zu bringen oder zuhause zu betreuen. Gleichzeitig bleibt klar: Flexibilität braucht Regeln – die Genehmigungspflicht entfällt, die Anzeigepflicht bleibt.“

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die dauerhafte Verankerung des Kita-Helfer-Programms ins KiBiz. „Die Kita-Helfer sind eine echte Entlastung für das Personal. Künftig profitieren alle Einrichtungen an Rhein und Erft – unabhängig von ihrer Größe. Durch pauschale Förderbeträge wird sichergestellt, dass auch kleinere Kitas, wie sie gerade im ländlichen Raum häufig sind, Zugang zu dieser Unterstützung haben. Jede Einrichtung kann sich auf eine Förderung von 16.200 Euro verlassen,“ so die Christdemokratin.

Durch die Einführung von Kern- und Randzeiten erhalten Träger zudem die Möglichkeit, flexibler auf die Auslastung der Gruppen zu reagieren und den Einsatz von Fach- und Ergänzungskräften besser zu steuern. Die Kernzeiten sollen dabei um weitere zehn Stunden auf 35 Stunden pro Woche erhöht werden.

Mit den plusKitas wird außerdem die Sprachbildung in der Kita unterstützt. Durch fast 15.000 Euro mehr pro plusKita fließen insgesamt rund 46 Millionen Euro mehr in die Sprachförderung des Nachwuchses.