Ausstellung der 29 NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen: Brauweiler ist dabei

Romina Plonsker, CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim: „Ich empfehle sehr einen Besuch dieser eindrucksvollen Ausstellung“

 

Eine Ausstellung zu NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen wird in den nächsten Monaten durch das Land wandern. Darauf macht Romina Plonsker aufmerksam, die CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim. Bei der Ausstellung werden Objekte aus 29 NS-Gedenkstätten gezeigt, darunter auch aus der Gedenkstätte Pulheim-Brauweiler. Sie erinnern an nationalsozialistische Verbrechen.
 
„Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Bildung“, sagt Plonsker. „Und das gilt nicht nur für uns als NRW-Koalition. Auch im Rhein-Erft-Kreis legen wir großen Wert darauf, dass die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten. So unterstützt der Rhein-Erft-Kreis auch in den kommenden Jahren Geschichtsprojekte für junge Menschen, um ihnen die Historie nahe zu bringen.“
 
Am 9. November 2008, dem 70. Jahrestag der Pogromnacht, eröffnete der Landschaftsverband Rheinland (LVR) auf dem Gelände der ehemaligen Abtei Brauweiler – heute LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler – eine Ausstellung, die die Geschehnisse der Jahre 1933 bis 1945 in der ehemaligen Arbeitsanstalt Brauweiler dokumentiert. Den Nationalsozialisten dienten einzelne Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Abtei Brauweiler unter anderem als „Schutzhaftlager“ und Gestapogefängnis. Von diesen Gebäuden existiert heute nur noch das frühere „Frauenhaus“. Hier wurde eine Dauerausstellung eingerichtet, die dem Gedenken an die Opfer des NS-Regimes in Brauweiler gewidmet ist. Zu den prominentesten Inhaftierten gehörten Konrad und Gussie Adenauer.
 
„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten“, zitiert die CDU-Landtagsabgeordnete den ehemaligen verstorbenen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU). Plonsker: „Das ist die zentrale Botschaft dieser Ausstellung in Zeiten, in denen es zum Beispiel wieder offen Anti-Semitismus und Judenfeindlichkeit gibt.“
 
Die Ausstellung wird in den Gebäuden der jeweiligen Bezirksregierung gezeigt und steht allen interessierten Besucherinnen und Besuchern, unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen, kostenfrei offen. Im Kölner Regierungspräsidium an der Zeughausstraße ist sie vom 22. März bis zum 16. April 2021 zu sehen. Plonsker: „Ich empfehle sehr einen Besuch dieser eindrucksvollen Ausstellung.“

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