NRW-Krankenhausbedarfsplan: „Der Ansatz ist richtig und notwendig, und vielleicht wird er zu einer Blaupause für Deutschland“

CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker im Meinungsaustausch mit dem neuen Geschäftsführer des Bergheimer Maria-Hilf-Krankenhauses, Oliver Bredel

 

Natürlich geht es um Covid-19, wenn sich in diesen Tagen eine CDU-Landtagsabgeordnete in einem Krankenhaus in ihrem Wahlkreis informiert. Und natürlich hat das Virus Auswirkungen auf den Krankenhausalltag. „Werden Notfallpatienten bei der Aufnahme getestet?“ fragt Romina Plonsker, die für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim zuständige CDU-Landtagsabgeordnete. „Erst einmal versorgen wir den Notfall und retten Leben“, antwortet Oliver Bredel. Der 58-jährige Diplom-Kaufmann und Gesundheitsökonom ist seit dem 1. Mai dieses Jahres der neue Geschäftsführer des Maria-Hilf-Krankenhauses in Bergheim.

182 Betten hat die Bergheimer Klinik. „Das Krankenhaus ist bedarfsgerecht und leistungsfähig“, sagen Geschäftsführer Bredel und Dieter Kesper, der Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung der Cellitinnen, dem Träger des Hospitals. „Und wir arbeiten daran, dass es noch leistungsfähiger wird.“ Unbehagen bereitet dem Geschäftsführer und dem Träger-Vorstand gerade das Auslaufen der Leerstandspauschale zum Ende dieses Monats. Mit der Pauschale vergütet die Bundesregierung das Freihalten von Betten in einer Klinik für eine mögliche starke Zunahme von an Corona erkrankten Patientinnen und Patienten. „Wir wissen zurzeit noch nicht, wie es weitergeht.“

Bredel und Kesper sind entschlossen, das Bergheimer Maria-Hilf-Krankenhaus für die Zukunft neben der Grund- und Regelversorgung in drei Gebieten weiter zu spezialisieren: in der Kardiologie, in der Orthopädie und in der Neurochirurgie. Besonders die Kardiologie habe sich in kürzester Zeit zu einer anerkannten und erfolgreichen Abteilung entwickelt, freut sich der neue Geschäftsführer. Dazu habe nicht zuletzt das Fachpersonal sowohl bei den Ärztinnen und Ärzten sowie bei den Pflegefachkräften beigetragen. Bredel: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Kreisstadt kein leistungsfähiges Krankenhaus hat.“

Der Geschäftsführer des Maria-Hilf-Krankenhauses begrüßt die Reformbemühungen des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministers Karl-Josef-Laumann (CDU) im Rahmen des Entwurfs zum Krankenhausbedarfsplan. „In der Krankenhauslandschaft haben wir heute noch die Strukturen aus den 70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts“, sagt Bredel. „Der nordrhein-westfälische Ansatz ist richtig und notwendig, und vielleicht wird er zu einer Blaupause für Deutschland.“

Romina Plonsker hatte um den Informationsaustausch gebeten. Sie hat sich in den vergangenen Jahren stets für das Krankenhaus eingesetzt, zuletzt noch als Schirmherrin einer Gesundheitswoche. „Ich habe heute wieder viel erfahren, worüber man sich als Patient oder Patientin keine Gedanken macht.“ Sie bot ihre weitere Hilfe für das Krankenhaus auch auf Landesebene an. Plonsker: „Wo ich kann, werde ich Ihre Arbeit und Ihr Engagement auch weiter unterstützen.“

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