„Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen schärfen“

Zum Tag der Medienkompetenz informierte sich CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker an der Gesamtschule Bergheim über das Projekt „Medienscouts“


1,4 Millionen Kinder und Jugendliche sind von Cybermobbing betroffen. Weil sich die Internet-Nutzung von Kindern und Jugendlichen ändert und sehr dynamisch ist, fällt es Eltern und Lehrerinnen und Lehrern zunehmend schwerer, die Entwicklung zu verfolgen und Hilfestellungen zu geben. Das ist das Ergebnis von „Cyberlife II“, einer Studie des gemeinnützigen Bündnisses gegen Cybermobbing und der deutschen Telekom. Im Zeitraum von Oktober 2016 bis Februar 2017 hatten die Medienforscher über 3.000 Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler befragt. „Wir müssen die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und übrigens auch von Eltern und Lehrkräften schärfen“, zieht  Romina Plonsker ihr Fazit aus der Studie. Vor Ort an der Gesamtschule in Bergheim ließ sich die CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim am Tag der Medienkompetenz in ein Beispiel für „best practice“ einführen.

Denn die Bergheimer Gesamtschule hat das Beratungsprojekt „Medienscouts“ aufgelegt. Die Medienscouts seien eine stets wachsende Gruppe aus Lehrerinnen, Lehrern, Schülerinnen und Schülern, berichtete die Gesamtschule, die der Schule in allen Fragen rund um die (sozialen) Medien beratend zur Seite stünden. „Sie klären die jüngeren Klassen in gezielten Fortbildungen über die Gefahren auf und bieten im Alltag allen die Möglichkeit, sich bei Fragen und Problemen vertrauensvoll an sie zu wenden und bei Streitigkeiten zu vermitteln. Motto der Medienscouts ist es: Hilfe von Schülern für Schüler.“ Und da der Bedarf ständig steige, bildet die Gesamtschule Bergheim auch kontinuierlich weiter Medienscouts aus, damit sie Wissen um den sicheren Medienumgang erwerben und dazu befähigt werden, dieses Wissen Mitschülerinnen und Mitschülern zu vermitteln und sie bei Fragen zu unterstützen sowie nach den Qualifizierungsmaßnahmen mit den anderen Scouts im Austausch zu bleiben und ihre Kenntnisse und Erfahrungen an nachfolgende Medienscouts an der Schule weiterzugeben.

Romina Plonsker war beeindruckt von dem Engagement der Schülerinnen und Schüler und der Schule. Dies sei umso wichtiger, weil sich die Kommunikationsformen der Jugendlichen im Laufe der Jahre gewandelt habe: weg von sozialen Medien wie Facebook hin zu Messaging-Diensten wie Whatsapp oder Instant-Messanger. Und was dort ankomme, entziehe sich oft der Kontrolle durch Eltern und Lehrer. Plonsker: „Da kommen dann die Medienscouts wie hier an der Gesamtschule Bergheim zum Zuge. Statt mit dem erhobenen Zeigefinger kommunizieren sie auf Augenhöhe Chancen und Gefahren der digitalen Medien. Und das erfolgreich und wirkungsvoll.“

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