Romina Plonsker unterstützt Kampf gegen Kinderarbeit

Landesregierung beschließt Runderlass zur Zertifizierung von Grabsteinen


152 Millionen Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren sind Kinderarbeiter. Die Zahl ist eine Schätzung der International Labour Organization ILO (Internationale Arbeitsorganisation), die eine Einrichtung der Vereinten Nationen ist. Zum von ihr ausgerufenen Welttag der Kinderarbeit Mitte Juni dieses Jahres musste die ILO feststellen, dass es zwischen 2012 und 2016 „fast keinen Rückgang bei Kinderarbeitern im Alter zwischen 5 und 11 Jahren gab. Die Anzahl der verletzbaren jüngsten Kinder in gefährlicher Arbeit steigt aktuell sogar.“

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will jetzt gegen Grabsteine aus Kinderarbeit aktiv werden. Künftig dürfen Grabsteine aus China, Indien, den Philippinen und Vietnam in Nordrhein-Westfalen nur noch dann aufgestellt werden, wenn sie mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ohne schlimmste Formen von Kinderarbeit hergestellt worden sind. Einen entsprechenden Runderlass hat das Kabinett auf Vorschlag der zuständigen Minister Karl-Josef Laumann (Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales) sowie Stephan Holthoff-Pförtner (Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales) zugestimmt.

Romina Plonsker, die CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim, unterstützt die Initiative ausdrücklich. „Kinderarbeit zerstört von der frühesten Lebensphase an die Zukunft der Kinder. Bildung ist ein Menschenrecht. Aber diese Kinder erhalten nie die Chance auf Bildung. Sie werden ausgebeutet und müssen den gesamten Tag über schwerste Arbeiten leisten. Deshalb ist es gut, dass die NRW-Landesregierung mit diesem Erlass dem Gesetz mehr Schlagkraft gibt.“

Das Aufstellungsverbot für Grabsteine aus Kinderarbeit ist bereits im Mai 2015 in Kraft getreten. Nun folgte die Klarstellung zur Beurteilung der Herstellungsbedingungen. Schon 2010 war Karl-Josef Laumann für fünf Tage nach Indien gereist, um sich dort vor Ort ein Bild über die Kinderarbeit für Grabsteine in den Steinbrüchen zu machen. Seinerzeit schätzte der Minister, dass etwa jeder fünfte Grabstein auf einem deutschen Friedhof in Kinderarbeit hergestellt worden sei. 

Plonsker: „Wo wir in Nordrhein-Westfalen und im Rhein-Erft-Kreis handeln können, müssen wir handeln. Die Einführung einer Zertifizierungspflicht für Grabsteine aus China, Indien, den Philippinen und Vietnam bietet den Friedhofsträgern und den Bestattern eine gute Entscheidungsgrundlage gegen Grabsteine aus Kinderarbeit. Ich hoffe, dass viele das Mittel nutzen werden.“

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