NRW will als erstes Bundesland Landarztquote einführen

CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker: „Der Weg in die richtige Richtung gegen Ärztemangel im ländlichen Raum“


„Wenn wir unsere Region lebens- und liebenswert erhalten wollen, wenn wir unsere Verantwortung gegenüber der älteren wie der jungen Generation wahrnehmen wollen, dann müssen wir uns um eine auskömmliche ärztliche Versorgung kümmern. Als erstes Bundesland in Deutschland will Nordrhein-Westfalen eine Landarzt-Quote einführen. Das ist der Weg in die richtige Richtung.“ Deshalb unterstützt die CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim eine entsprechende, von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) eingebrachte Initiative.
 
„Denn Ärztemangel ist heute schon Fakt im Rhein-Erft-Kreis“, weiß die CDU-Landtagsabgeordnete. So berichtete die Landesregierung, dass etwa im Bereich Bedburg/Elsdorf Ende März dieses Jahres 4,5 Hausarztstellen nicht besetzt seien. Auch sei das Durchschnittsalter der Hausärzte im Rhein-Erft-Kreis mit über 53 Jahren so, dass man in den kommenden zehn Jahren mit einer massiven Ruhestandswelle rechnen müsse. Plonsker: „Deshalb ist es heute höchste Zeit zu handeln, und das tun wir.“

Nach der Gesetzesinitiative, die der christdemokratischen NRW-Gesundheitsministers Laumann in der ersten Juniwoche vorstellte, sollen sich Medizinstudentinnen und Medizinstudenten zu Beginn ihres Studiums verpflichten, nach dem Abschluss mindestens zehn Jahre als Hausarzt in einer unterversorgten Region des Landes zu arbeiten. Wenn sie diese Verpflichtung eingehen, gibt es ein Entgegenkommen bei der Studienplatzvergabe. Starten soll diese so genannte Landarztquote zum erstmals zum Wintersemester 2019/2020. Bewerben können sich auch Studentinnen und Studenten, die nicht in NRW leben. Aber: Sie müssen sich verpflichten, in NRW als Hausarzt zu arbeiten. Sind die Mediziner und Medizinerinnen fertig ausgebildet, können sie den Ort ihrer Berufsausübung frei wählen. Pflicht ist aber, dass er als unterversorgt definiert ist. Unter diese Definition fallen zurzeit laut Gesundheitsministerium 160 Gemeinden. Wer über die Landarztquote einen Studienplatz erhält, nach dem Abschluss des Studiums aber seiner Verpflichtung nicht nachkommt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 250.000 Euro rechnen.

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