CDU fordert Ortsumgehung Kirchherten (L279) und Ausbau der L 116

CDU Landtagsabgeordneten Romina Plonsker und Heike Troles wollen bei Verkehrsminister Hendrik Wüst für die Projekte werben


Einen dreispurigen Ausbau der Landstraßen 116 und der Neubau einer Ortsumgehung Kirchherten (L279) haben jetzt verantwortliche CDU-Politiker aus den Städten Bedburg und Grevenbroich sowie die beiden zuständigen CDU-Landtagsabgeordneten ins Gespräch gebracht. Die CDU-Fraktionschefs Andreas Becker (Bedburg) und Wolfgang Kaiser (Grevenbroich), Bedburgs Vize-Bürgermeister Hans Schnäpp, die Ratsherren Manfred Speuser (Bedburg) und Norbert Gand (Grevenbroich) sowie die CDU-Landtagsabgeordnete für Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen, Heike Troles, und Romina Plonsker, CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim, stellten jetzt ihre Pläne und Finanzierungsvorschläge dafür vor.

Die Landstraße 116 und übergehend in die L 279 verbinden die Autobahnabfahrt Grevenbroich an der A 46 mit der Autobahnauffahrt Bedburg an der A 61 und umgekehrt. Guter Straßenzustand und oft übersichtlicher Straßenverlauf verführten zur Raserei und sorgten immer wieder für schwere Unfälle, sagen die Christdemokraten. Darüber hinaus habe der Schwerverkehr auf dem Streckenabschnitt zugenommen, seitdem Autos und Lastwagen auf der A 46 wegen des Braunkohlentagebaus Garzweiler erst beim Autobahnkreuz Wanlo auf die A 61 stoßen. Riskante und mitunter folgenschwere Überholmanöver seien an der Tagesordnung.

Finanzieren wollen die Christdemokraten ihre Pläne für einen Ausbau der L 116 und den Neubau der Ortsumgehung Kirchherten in diesem Streckenabschnitt mit Mitteln für den geplanten Wiederaufbau der Landstraße 48. Denn die früher zwischen Bedburg-Kirchherten und Grevenbroich führende Landstraße musste seinerzeit dem Braunkohlentagebau weichen, das RWE ist daher zur Finanzierung der 48n vertraglich verpflichtet. Die Christdemokraten zeigten sich bereit, auf diese neue L 48 zu verzichten, zumal sie im bisher geplanten Verlauf keinen Sinn mehr mache. Sie fordern stattdessen, das Geld für den Ausbau von L 116/L279 und der Ortsumgehung Kirchherten umzuwidmen. Romina Plonsker betont: „Der Ortskern von Kirchherten ist heute schon ein Nadelöhr“, weiß sie. „Da passen kaum zwei Autos aneinander vorbei.“ Wenn die A 61 gesperrt sei, werde es besonders schlimm.

Den Ausbau von L 116 und L 279 stellen sich die Christdemokraten nach dem Vorbild der Bundesstraße 59n zwischen Pulheim und Rommerskirchen vor. Dort macht eine wechselseitig angelegte dritte Spur das abschnittweise Überholen möglich. Jetzt wollen die Christdemokraten in ihren Städten und Stadträten für ihre Idee werben. Romina Plonsker und Heike Troles sagten ihrerseits zu, dass Projekt dem nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) ans Herz zu legen.

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