„Verbraucherschutz hat hohen Stellenwert“

CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker informierte sich in „ihrer“ Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Bergheim


„Die Verbraucherzentrale ist eine Institution. Dass der Verbraucherschutz heute in Gesellschaft und Politik einen so hohen Stellenwert besitzt, hat auch mit ihrem Engagement zu tun. Es ist gut, dass es die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale gibt.“ Dieses Fazit zieht Romina Plonsker nach dem Besuch der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Kreisstadt Bergheim. Als CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim ist die Bergheimer Beratungsstelle quasi „ihre“ Verbraucherzentrale.

Der Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Schuldzinski, und die Leiterin der Bergheimer Beratungsstelle, Andrea Schwahn, hatten die CDU-Landtagsabgeordnete eingeladen. Der Bergheimer CDU-Kreistagsabgeordnete Achim Hermes, Vorsitzender des Kreisausschusses für Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz, freute sich ebenfalls sehr über die Einladung.

Fast 4500 Anfragen erreichten die Bergheimer Beratungsstelle in 2016, berichtete Leiterin Andrea Schwahn (die Zahlen für den Jahresbericht 2017 werden gerade zusammengestellt). Mit ihrer Stelle sowie einer Sekretärin im Halbtag betreut sie die Beratungsstelle in der Hauptstraße 108 der Kreisstadt. Eine zweite Beratungsstelle für den Südkreis ist in Brühl. Finanziert werden die Beratungsstellen in Nordrhein-Westfalen je zur Hälfte aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und Kreisen und Kommunen vor Ort. Mit Verträgen über die Finanzierung über eine Laufzeit von jeweils fünf Jahren gibt der Rhein-Erft-Kreis seinen beiden Beratungsstellen in Bergheim und Brühl und deren Projekten Finanz- und Planungssicherheit.

Gut ein Viertel (26 Prozent) der Anfragen, mit denen die Menschen sich an die Verbraucherzentrale wenden, drehen sich um Telefon und Internet. Insbesondere die Handyshops vor Ort seien teilweise ein Problem, sagen die beiden Verbraucherschützer. Denn zahlreiche Ratsuchende wendeten sich an die Beratungsstelle, weil sie unpassende Verträge verkauft bekommen haben. Die Shops würden in der Regel von selbstständigen Franchisenehmern betreut, die nur bei einem erfolgreichen Vertragsabschluss ein Honorar erhalten. Und je höherwertiger der Vertragsabschluss, desto höher auch die Provision. Darüber hinaus „werden die Fälle zunehmend komplizierter“, berichten Andrea Schwahn und Wolfgang Schuldzinski. Denn während die Verbraucherzentrale zu den „etablierten“ Telefonanbietern einen „kurzen Draht“ aufgebaut habe, sei es mit anderen schwieriger. „Da gibt es mitunter nur eine E-Mail-Adresse als Kontaktangabe.“

Auch die Problematik von Mahnungen oder gar Ankündigungen von Inkasso-Gesellschaften werde nach wie vor weit unterschätzt. „Da schaut man heute ins Internet, liest in einem vermeintlichen Beratungsblog: ‚Die Mahnung und den Inkassobrief habe ich weggeworfen‘, und prompt hat man ein dickes Problem. Denn natürlich muss man reagieren“, erläutert Wolfgang Schuldzinski. Da könne sich dann eine offene Vier-Euro-Forderung mit Mahngebühren und schließlich den Gebühren des Inkassoeintreibers schnell zu 90 Euro summieren.

„Die Durchsetzung von Verbraucherrechten“ ist das Ziel der nordrhein-westfälischen Verbraucherzentrale. Entsprechend groß ist die Bandbreite des Beratungsangebotes: Es reicht von der Energieberatung über Umweltberatung, Finanzen und Versicherungen, Haus und Grundstück, Konsumgüter bis hin zu einer Vernetzungsstelle Kita- und Schulverprflegung NRW und Musterklagen vor Gerichten zu mangelndem Datenschutz im Netz etwa bei Facebook-Like-Buttons auf Firmen-Websites oder fehlender Transparenz bei einem so genannten „Dash Button“ eines großen Versandhändlers im Netz.

Am Herzen liegt Andrea Schwahn von der Bergheimer Verbraucherzentrale die Information junger Menschen über Themen rund um den Verbraucherschutz. 56 Veranstaltungen in Schulen kamen für sie 2016 zum normalen Beratungsgeschäft hinzu. Andrea Schwahn hat sich vorgenommen, das in diesem laufenden Jahr 2018 wieder zu schaffen. Dafür wünschten ihr Romina Plonsker und Achim Hermes alles Gute.

www.vz-nrw.de

Nach oben