Wir machen den Weg frei für G9

Romina Plonsker: „Das stärkt die Unterrichtsqualität und weckt so Neugier und Freude an lebenslangem Lernen"


Die Landesregierung hat beschlossen, den Weg für eine Regelschulzeit von neun Jahren an Gymnasien bis zum Abitur frei zu machen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf haben die Minister frei gegeben, jetzt muss der Landtag darüber entscheiden. Die CDU in Nordrhein-Westfalen hatte zusammen mit dem Koalitionspartner FDP im Koalitionsvertrag vereinbart, zu G9 zurückzukehren: Diese Vereinbarung wird jetzt zügig umgesetzt.

Der Unmut unter Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern über die Verkürzung der Schulzeit auf G8 war groß. Das hat Romina Plonsker, die CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim, in vielen persönlichen Gesprächen erfahren. Dabei hatte sie zugesagt, sich für eine Änderung stark zu machen. In Nordrhein-Westfalen hatte sich sogar eine Initiative für ein Volksbegehren in Stellung gebracht. Unmut gab es aber nicht nur zwischen Erft, Rhein, Weser und Lippe: Mittlerweile sind selbst Bundesländer wie Bayern oder Niedersachsen zu G9 zurückgekehrt.

Nach dem Willen von CDU und FDP wird G9 ab dem Schuljahr 2019/2020 wieder grundsätzlich die Regel an den nordrhein-westfälischen Gymnasien. G8 bleibt als freiwillige Option erhalten, es muss sich aber eine deutliche Mehrheit der Schulkonferenz dafür aussprechen. Die CDU-Landtagsabgeordnete verspricht sich von der Rückkehr zu G9 ein erheblich stressfreieres und damit motivierenderes Lernen. Plonsker: „Schule soll  Neugier, Freude an lebenslanger Bildung und Lust am Lernen wecken. Das ist nach meiner Wahrnehmung bei der Verkürzung der Schulzeit um ein Jahr und der entsprechenden Verdichtung der Lerninhalte auf der Strecke geblieben.“ Das stärke auch die Unterrichtsqualität und sorge dafür, dass in Zukunft wieder mehr die Inhalte, Leistung und Pädagogik im Vordergrund stehen.

Noch vor den Sommerferien in diesem Jahr soll der Düsseldorfer Landtag über die Rückkehr zu G9 entscheiden. „Dann haben die Eltern, die im Frühjahr 2019 ihre Kinder zu den weiterführenden Schulen anmelden, Klarheit darüber, welchen Weg die angestrebte Schule einschlägt“, sagt Romina Plonsker. Denn die Schulkonferenzen müssen bis Ende Januar 2019 entschieden haben, ob sie von der grundsätzlichen G9-Regel abweichen wollen. Die CDU-Landtagsabgeordnete macht darüber hinaus darauf aufmerksam, dass sich bei den Gesamtschulen nichts ändert. Plonsker: „Sie führten bisher ja weiterhin nach neun Jahren zum Abitur, und dabei bleibt es.“

www.land.nrw/de/pressemitteilung/kabinett-beschliesst-g9-gesetzentwurf

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