„Sicherheit muss absolute Priorität haben“

CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker informierte sich über Energiegewinnung aus Kernkraft


„Das war sehr, sehr spannend. Ich habe einen hervorragenden Einblick in diese Form der Energiegewinnung erhalten. Ich bin beeindruckt von der professionellen Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Im Kernkraftwerk Emsland in Lingen informierte sich die CDU-Landtagsabgeordnete Romina Plonsker über die Produktion von Strom durch Kernkraft. Das Kernkraftwerk ist nach Angaben des Betreibers RWE eines der modernsten Kernkraftwerke weltweit. 1988 ans Netz gegangen wird es auch eines der letzten Kernkraftwerke in Deutschland sein, das nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im März 2011 und dem folgenden Ausstiegsbeschluss aus der Kernenergie des Deutschen Bundestages drei Monate später 2022 vom Netz gehen wird.

Der RWE-Vorstand für das Ressort Kernenergie, Nikolaus Valerius, hatte die CDU-Landtagsabgeordnete für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim zur Information ins Kernkraftwerk Emsland eingeladen. Plonsker und Valerius hatten sich bei den Protesten der Kumpel im rheinischen Braunkohlenrevier im Dezember des vorigen Jahres getroffen und für diesen fünfeinhalbstündigen Informationsbesuch des  Kernkraftwerkes verabredet. „Energie ist im Landtag eines meiner Arbeitsfelder“, sagt Plonsker. „Das reicht von der Biogasanlage, über fossile Brennstoffe hin bis zur Kernkraft.“ So konnte sich die Pulheimerin im Reaktorraum ebenso wie an den Abklingbecken für abgebrannte Brennelemente und der Hauptwarte ein Bild von dem Kraftwerk mit einer Leistung von über 1400 Megawatt, der Arbeit der gut 500 Beschäftigten und den vierfach ausgelegten Sicherungssystemen machen.

„Die Sicherheit für die Menschen muss absolute Priorität haben, unabhängig davon, ob ein Kraftwerk im Emsland steht oder im belgischen Tihange“, fordert Romina Plonsker. Sie findet es gut, dass NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gestern in Brüssel bei der belgischen Föderalregierung wie auch bei den Ministerpräsidenten der Wallonie und Flanderns die Sorge der Menschen vor dem belgischen Kernkraftwerken Tihange und Doel vorgetragen hat. Wenn man den Ausstieg aus der Kernenergie beschließt, dann, so die CDU-Landtagsabgeordnete, „gehört zur Wahrheit aber auch dazu, dass wir Braunkohle als Energieträger weiter brauchen, als Übergangstechnologie in einem Mix mit Energie aus Wind oder Sonne oder Biogas, aus den fossilen Stoffen Öl und Gas, aber eben auch aus der Braunkohle.“

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