Damit Inklusion eine Chance hat

Romina Plonsker für schulische Inklusion mit Augenmaß

Landesregierung antwortet auf Anfrage der CDU: in zwei Jahren 123 Förderschulen in NRW geschlossen – CDU-Landtagskandidatin für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim: „123-facher Verlust an sonderpädagogischer Kompetenz“

123 Förderschulen für Kinder und Jugendliche mit einem Handicap sind in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen zwei Jahren geschlossen worden. „Das ist ein 123-facher Verlust an sonderpädagogischer Kompetenz“, beklagt Romina Plonsker, die CDU-Landtagskandidatin für Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim. Zu glauben, die sonderpädagogische Kompetenz für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen werde an den Regelschulen aufgefangen, erweise sich als tragische Illusion für die Betroffenen. Faktisch seien zwei Lehrer vor einer Klasse - der Fachlehrer und ein Sonderpädagoge - die Ausnahme.

Die Antworten über Schulschließungen stammen aus einer Antwort der NRW-Landesregierung Mitte dieser Woche auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag. Insgesamt sind, seit Ministerpräsidentin Kraft 2010 die Landesregierung übernahm, in NRW mehr als ein Viertel (28 Prozent, nämlich 201) der insgesamt 701 Förderschulen aufgelöst worden.

„Die Leidtragenden sind die Kinder und die Eltern, aber auch die Lehrkräfte“, sagt Romina Plonsker. Als Beleg verweist sie auf die geharnischte Kritik von fünf großen NRW-Elternverbänden von Anfang Februar dieses Jahres, über die zum Beispiel, die in Hagen erscheinende und zum WAZ-Konzern gehörende „Westfalenpost“ unter dem Titel berichtete: „Elternverbände halten Inklusion in NRW für gescheitert“ (https://www.wp.de/politik/elternverbaende-halten-inklusion-in-nrw-fuer-gescheitert-id209534643.html). Darin urteilen die Elternverbände, die sich zu einem Bündnis: „Rettet die Inklusion“ zusammengeschlossen haben: „Lehrer reiben sich auf, Eltern sind verunsichert, die Kinder sind häufig überfordert. (…) Unter diesen Bedingungen kann Inklusion nicht gelingen. Sie belastet Kinder mit Behinderungen.“ Und die Unizufriedenheit unter den Eltern wächst. Ende März berichtete die WAZ unter dem Titel: „Der Protest gegen Inklusion an Schulen weitet sich aus“ (http://www.waz.de/politik/protest-gegen-inklusion-an-schulen-weitet-sich-aus-id210092869.html), dass mittlerweile neun Elternverbände das Bündnis unterstützen. Romina Plonsker: „Das ist eine Bankrotterklärung an die schulische Inklusion der Regierung unter Ministerpräsidentin Kraft.“

„Die Förderschulen leisten eine hervorragende Arbeit“, sagt Romina Plonsker. Davon zeigte sich die CDU-Landtagskandidatin aus dem Stommelerbusch in Pulheim bei ihrer Themenwoche #Bildung vor Weihnachten bei verschiedenen Besuchen und Gesprächen in ihrem Wahlkreis Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Pulheim beeindruckt. Die CDU unterstütze den Prozess der Teilhabe und der schulischen Inklusion mit allen Kräften. „Wir stehen für eine Inklusion mit Augenmaß“, sagt Plonsker. „Wir müssen den Prozess steuern, wir brauchen mehr Zeit, wir sind für den Erhalt der Förderschulen, und wir brauchen mehr professionelle sonderpädagogische Unterstützung an den Regelschulen.“ Dafür werde sie sich einsetzen. Plonsker: „Damit Inklusion eine Chance hat."

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